Gabriela Labanda

GABRIELA LABANDA
Therapie der Gesangsstimme

Die Therapie der Gesangsstimme:

Das Konzept

Stimm- & Emotional-Balance:
Zurück zu hoher Stimmeffizienz und künstlerischer Exzellenz

Um die Singstimme effektiv und nachhaltig zu regenerieren, stehen die ganzheitliche Verbesserung des Sängers, Wohlbefinden und die Wiederherstellung der Gesangstechnik im Fokus.

Im Fokus stehen die Wiederherstellung verschiedener Stimmfunktionen und die Gesangstechnik. Da Stimmprobleme meistens mehrere Ursachen haben, werden dennoch alle Aspekte des Sängerwohlbefindens beobachtet, um die Singstimme effektiv und nachhaltig zu regenerieren: physisch, emotional und beruflich.

In einem sehr individuellen Prozess werden folgende Themen erarbeitet, integriert und reflektiert:

  • Regeneration subtiler physiologischer Stimmfunktionen
  • sensible Wahrnehmungsarbeit, die ermöglicht, automatisierte Fehlbelastungen der Stimme zu erkennen
  • Abbau von Körper-, Mimik und Gestikspannungen, die eine körperliche Durchlässigkeit und spielerische Präsenz ermöglichen
  • innere Einstellungen oder Intention beim Üben
  • die Entwicklung von physiologisch und akustisch sinnvollen gesangstechnischen Fertigkeiten
  • Sprechstimmfunktion
  • Revision und evtl. Anpassung von Repertoire-Anforderungen
  • Stimmhygiene
  • Entdeckung von individuellen Ressourcen, die dem Sänger helfen, die emotionale bzw. mentale Stärke zu entwickeln, die eine gesunde und lebenslange Karriere ermöglicht
  • Gestaltung vom Übergang in den Bühnenalltag

Daraus ergeben sich verschiedene Phasen im Therapieverlauf:

  • Ursachenanalyse
  • das Entdecken von Kompensationsmustern,
  • die Entwicklung von neuen Möglichkeiten der physiologisch wirksamen Stimmführung
  • bis zum Transfer im Bühnenalltag

Die Rehabilitationsarbeit erfolgt in Rücksprache mit dem behandelnden Stimmarzt und einem Logopädin.

Die Ziele

Ich begleite professionelle Sängerinnen und Sänger in einem hochindividuellen Prozess mit folgenden Zielen:

  • Wiederherstellung der Ursprungstechnik bzw. Korrektur der Kompensationstechniken, die der Sänger entwickelt hat, um stimmliche Veränderungen zu kaschieren
  • Korrektur von schon bestehenden, ungesunden und unwirksamen Gesangstechniken
  • Stärkung bzw. Entdeckung von individuellen Ressourcen, die dem Sänger erlauben, bei Hochleistung und mit Disziplin, motiviert, kreativ und ausgeglichen zu bleiben
  • Wiederherstellung der künstlerischen Hochleistung und Transfer in den Bühnenalltag
  • Rehabilitation der Stimmfunktion nach einer Operation
  • Erhaltung der gesunden und qualitativen Stimmfunktion

Die Symptome

SängerInnen kommen in die Therapie der Singsstimme mit folgenden Symptomen:

  • die Singstimme “springt nicht an”
  • Heiserkeit: raues oder behauchtes Beiklang
  • Stimmversagen
  • die Stimme ermüdet schnell, das Singen strengt an und bringt Unzufriedenheit und Frust
  • Piano- und Schwelltonsingen sind erschwert oder gar nicht möglich
  • unsaubere Intonation
  • weicher Stimmeinsatz funktioniert nicht oder kommt mit Verzögerung
  • Hoch- und Fortesingen nur mit gesteigertem Kraftaufwand
  • verminderter Tonumfang
  • unruhige und hohe Atmung
  • unruhiges, schnelles oder langsames Vibrato
  • subjektive Mißempfindungen im Hals (Globus-, Fremdkörper- oder Trockenheitsgefühl, Druck, Kratzen oder Brennen)

Alle diese Erscheinungen in der Singstimme kommen oft mit Verspannungen in Nacken-, Schulter-, Kieferbereich, Mimik und Gestik. Dabei bleibt der Sprechstimmklang oft erst mal unauffällig.

Nicht wenige Fälle zeigen ein oder mehrere der oben genannten Symptome ohne klinische Relevanz.

Die Ursachen

Wie Athleten, führen professionelle SängerInnen ein Leben bestimmt von Disziplin und Höchstleistung, was große emotionale Stabilität und mentale Stärke verlangt. Sie bleiben über lange Phasen fern von zu Hause, Freunden und Familie, sind durch das ständige Reisen abrupten Klimaveränderungen und Jetlag ausgesetzt, arbeiten Abends und am Wochenende, singen mehrere Vorstellungen am Tag (sehr verbreitet in der Musicalbranche); gehen stimmlich belastendes Repertoire an, begleitet von lautem großbesetzten Orchester gestimmt über 440 Hz, was auf Dauer zu früherem Verschleiß und Ermüdungszeichen führt.

Stimmstörungen haben meistens multikausale Ursachen. Vorwiegend gerät die Stimme in Ungleichgewicht durch einen Infekt in einer psychisch belastenden Situation und einer dichten Vorstellungsagenda. So können SängernInnen mit bester Gesangstechnik in Stimmprobleme geraten, mit oder ohne organische Veränderungen (wie Ermüdungskatarrh, Stimmlippen-Schlußschwäche, -Knötchen, -Randödeme oder -Hämatome).

Des weiteren, sind in der Klangästhetik der Popularmusik Klänge erwünscht, die die Stimme stark beanspruchen: behauchte oder knarzende Klänge und die Benutzung von fast ausschließlich Bruststimme. Besonders betroffen sind diejenigen, die keine Gesangsausbildung genossen haben und eine rege Konzert- und Probetätigkeit führen. So kommen SängerInnen in die Therapie der Gesangsstimme mit unphysiologischem Atem- und Artikulationsmuster, hartem Stimmeinsatz, mangelhafter oder gar keiner Randstimmschwingung (auch Kopfstimme genannt). Hier ist eine gründliche Stimmausbildung notwendig, die die Randstimme integriert – sie ist die Voraussetzung für eine gesunde und belastbare Vollstimmfunktion.

Stimmkrisen bei professionellen SängerInnen können auch unter folgenden Umständen auftreten:

In einer differenzierten Arbeit kann die Stimmfunktion auch in diesen Fällen regeneriert werden.

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